Die Freiwillige Feuerwehr Sögel unterstützt die Aktion „Schuhe putzen für einen guten Zweck“ der Hilfsorganisation Helping Hands

 

Eine positive Bilanz trotz des äußerst durchwachsenen Wetters am Ostermontag hat die Dörpener Hilfsorganisation Helping Hands nach ihrer Benefiz-Schuhputzaktion in Sögel gezogen. Der Verein hat gut 3500 Euro erlöst.

Hansi Brake ließ sich die Stimmung von Wind und Regen nicht vermiesen. „Es war trotzdem perfekt“, sagte er am Abend im Gespräch mit der EZ-Redaktion. Zwar seien vielleicht nicht so viele Menschen da gewesen, wie erhofft. Aber die Leute, die den Weg in die Schlossallee gefunden hätten, seien sehr angenehm gewesen, berichtete Brake. Die zehnstündige Aktion hatte zudem schleppend angefangen. In den ersten Stunden blieben die Helfer nahezu unter sich. Dabei waren sie bestens gerüstet. Außer Bänken und Schuhputzmitteln hatten sie Kuchenspenden, einen Bratwurststand und Getränke parat.

Am Vormittag füllte sich die Spendensäule des Vereins dann aber doch mit den ersten Scheinen. Ein Passant beispielsweise verzichtete dankend darauf, sich die Schuhe putzen zu lassen („Die sind sauber genug“), warf aber trotzdem Geld in den Behälter. Mit dem Erlös aus der Schuhputzaktion will Helping Hands ein gebrauchtes Feuerwehrauto finanzieren, das im ukrainischen Zastavna, einer Stadt im Südwesten des krisengeschüttelten Landes stationiert werden soll. Dorthin hatte Helping Hands im vergangenen Jahr erstmals einen humanitären Hilfstransport organisiert. Den Anstoß dazu hatte Josef Efken aus Neubörger ins Rollen gebracht, dessen Frau aus der Ukraine stammt.

An der Benefiz-Aktion hatten sich nicht nur Helfer des Vereins, sondern auch die Bürgermeister der Samtgemeinde Sögel sowie Vertreter von Vereinen und Kirchengemeinden beteiligt. Als bekannt wurde, dass Ortsbrandmeister Frank Tholen von der Feuerwehr Sögel „auch putzen musste“, haben die Sögeler Feuerwehrleute nicht nur eine „Spendenumschlag“ überreicht, sondern sie rückten im Einsatzanzug an und ließen sich die schweren Lederstiefel gegen einen Obolus putzen. Diese Aktion führte nicht nur beim Ortsbrandmeister zu einer schweißtreibenden Arbeit. Schließlich waren die Frauen und Männer der Wehr am Vorabend bei den Osterfeuern in Sögel, Eisten und Hüven im Einsatz gewesen, und entsprechend sahen die Stiefel auch (noch) aus……

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